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Theaterstück
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Theateraufführung im Rahmen von „Vorrang für Zivil“
„Vorrang für Zivil“
setzt sich zum Ziel, unter den politisch Verantwortlichen wie in der breiten
Öffentlichkeit für einen Vorrang ziviler Konfliktbearbeitung zu werben.
Die Berliner Compagnie bietet engagierten Gruppen ein Theaterstück über den Krieg in Afghanistan
an. Die Berliner Compagnie ist ein politisches Tourneetheater, das 1981 aus der
Friedensbewegung hervorgegangen ist und sich mit aktuellen gesellschaftlichen
Themen beschäftigt. Die Berliner Compagnie wird im September und November mit
einem Theaterstück über Afghanistan unter dem Titel "Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch" auf Tour
gehen. Das Stück
Die Anregung kam aus der Friedensbewegung. „Vorrang für Zivil“ heißt die Kampagne, die über Alternativen zu militärisch dominierter Außenpolitik informieren will und für diesen Zweck an unsere Theatergruppe mit der freundlichen Aufforderung herantrat, ein Stück zum Thema zu produzieren. Hintergrund ist die anhaltende und sich verschärfende Auseinandersetzung in der Bundesrepublik über das deutsche militärische Engagement in Afghanistan. Die Bürger fragen, ob es stimmt, dass mit Hilfe der Bundeswehr dort der demokratische Aufbau eines Staates abgesichert wird - eine Staates, der dann keinen Terror mehr exportiert. Wird Deutschland am Hindukusch verteidigt? Das ist auch die grundlegende Frage unserer theatralischen Untersuchung. Um das Engagement der Bundeswehr in Afghanistan geht es in dem Stück. Damit geht es auch um unser Land, um unsere Gesellschaft; darum, wer wir sein wollen im Zusammenhang der Völker. 50 000 Tote von Oktober 2001 an bis heute in Afghanistan. Seltsame Befreiung von Terror, die wieder nur als Terror daherkommt... Je länger man sich mit den komplexen Zusammenhängen beschäftigt, desto fraglicher erscheinen all die offiziellen Begründungen. Vielleicht ist, was als „Krieg gegen den Terror“ ausgegeben wird, in Wahrheit ein Eroberungskrieg. Und es geht im Grunde nur um die Beherrschung ressourcenreicher Regionen sowie eine geostrategisch vorteilhafte militärische Aufstellung der USA gegenüber Russland, China und dem Iran. Spielen Schröder/Merkel nicht in Afghanistan längst den Pudel wie weiland Tony Blair im Irak? Und produzieren diese Bush-Kriege nicht wieder neuen und größeren Terror? Wird also Deutschlands Sicherheit nicht am Hindukusch eher aufs Spiel gesetzt? Und steht dieser ganzen militärischen Unternehmung der NATO, wenn sie so fortgesetzt wird wie bisher, nicht das Schicksal der sowjetischen Armee im vergangenen, das der Engländer im 19. Jahrhundert bevor: eine verheerende Niederlage, gleich in ihrem ersten großen Krieg? Weil die wahre Geschichte der Kriege die Geschichte der Opfer ist, steht im Zentrum unseres Stückes jedoch eine afghanische Familie. Ihren bitteren Weg durch den mittlerweile 30jährigen Krieg begleiten wir: von der Revolution 1978 über den sowjetischen Einmarsch und den darauf folgenden Krieg mit einer Million Toten, den Krieg zwischen den Mujaheddin danach, die schreckliche Zeit der Taliban, die Bombardierung Afghanistans durch die USA, die bis zum heutigen Tag andauernden und vor allem für die Zivilbevölkerung immer verlustreicheren Kämpfe von OEF und ISAF. Die letzten Szenen spielen in der Zukunft. Mit den Familienmitgliedern kommen andere Figuren ins Spiel: Soldaten der verschiedenen Besatzungsmächte, Mujaheddin, Taliban, Politiker, Entwicklungshelfer, Friedenskämpfer. Und immer wieder befreit sich wer aus dem Teufelskreis von Terror und Gegenterror, taucht inmitten des düsteren Geschehens eine Alternative auf, die Möglichkeit der friedlichen Lösung eines scheinbar unlösbaren Konflikts. Immer wieder gibt es auch Grund zur Bewunderung menschlicher Größe ... und Gelegenheit zum Lachen. Bei all seinem dokumentarischen Charakter wird das Stück der Berliner Compagnie zugleich voll Musik und Poesie sein und auch über die Sinne das Nachdenken über eine andere Politik beflügeln. Denn wir sind Teil der Geschichte und entscheiden mit, in welche Richtung sie sich bewegt.
Das Stück hat keine Pause und
dauert 1½ Stunden. Die organisatorischen und
finanziellen Voraussetzungen
Die Künstlerinnen und Künstler
leben von den Aufführungen. Sie können also nicht kostenlos spielen. Um die
Unkosten für eine Aufführung zusammenzubekommen ist es notwendig, dass sich
viele verschiedene Gruppen vor Ort zusammentun und jeweils größere, kleinere
und kleinste Kontingente der Karten verbindlich zum Verkauf abnehmen. Eine
Gruppe sollte verantwortlich die Organisation übernehmen und die verbindlichen
Absprachen mit der Theatergruppe treffen. Aber keine Angst: Das Theater besteht
seit 1981 und bisher hat es noch immer funktioniert.
Außerdem: Wo es gelingt, viele
Gruppen an der Organisationsarbeit zu beteiligen, kann die Zusammenarbeit zum
Modell für weitere Aktionen dieser Größenordnung werden. Mit einem Theaterstück
lässt sich oft die eigene Arbeit in der Öffentlichkeit neu formulieren und
darstellen.
Werbematerialien (100 Plakate
DIN A2, 1000 Handzettel, 500 Eintrittskarten) stellt die Theatergruppe. Für die
Pressearbeit werden Pressemappen mit dem Exposé, der Besetzungsliste, mit
Pressestimmen, Fotos und einer Musterpressemitteilung zur Verfügung gestellt. Die räumlichen Voraussetzungen
Optimale
Bühnenmaße sind 8 m Breite und 6 m Tiefe. Aus technischen Gründen sollte die
lichte Bühnenhöhe 3,50 m nicht unterschreiten. Für die Installation der
Bühnenbeleuchtung sollte der Zuschauerraum eine Höhe von 4,10 m in ca. 2 m
Abstand von der Bühne nicht unterschreiten. Dazu wird ein mindestens mit 16
Ampere abgesicherter Starkstrom (Drehstrom 380 V) benötigt.
Es muss
(schon aus finanziellen Gründen) daran gedacht werden, dass der Zuschauerraum
wenigstens 200 Personen fasst.
Als
geeignete Spielorte haben sich insbesondere Schulaulen erwiesen, aber auch
Off-Theater, kommunale Kultureinrichtungen, alternative Veranstaltungszentren
usw. kommen in Frage. Das Rahmenprogramm
Um die Wirkung der
Theateraufführung als lokaler Baustein der Kampagne „Vorrang für Zivil“ zu
verstärken, kann die Aufführung um eine anschließende Podiumsdiskussion zum
Thema „Vorrang für Zivil – Zivile Konfliktbearbeitung stärken“ ergänzt werden.
Für das Podium bietet es sich an, den/die Wahlkreisabgeordnete/r des
Bundestages (Suche hier), die
Regisseurin des Theaterstücks und eine/n Vertreter/in der Kampagne „Vorrang für
Zivil“ einzuplanen. Sinnvoll ist es wenn die Moderation von einem/r
Vertreter/in der lokalen Initiative übernommen würde.
Bei der Planung der
Podiumsdiskussion stehen wir Ihnen/Euch gern mit Rat zur
Seite. Kontakt:
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